Beim Orakel

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8. Okt., 17-18:00

Zwei Walnüsse und vier Eicheln, die ich im Botanischen Garten in Halle (Saale) aufsammelte, waren meine Fragen an das Orakel. Was wirklich darinnen steckte, bleibt im Dunkeln, da wir sie ungeknackt ließen.

Was soll’s, unsere Träumereien wanderten von Farben (einschließlich der »Farbe aus dem All« von H. P. Lovecraft) und Gerüchen zu den Spiral-Richtungen, in denen Wasser sich in einen Abfluss ergießt, über GPS-Programmierung zu parallel existierenden, auf das Gehirn Einfluss nehmende Magnetfeldern, sie streiften den australischen Busch und kreisten um die Erfahrung des Verlorengehens oder sich Verlierens oder auch einfach um den Eindruck, in die »falsche« Richtung unterwegs zu sein.

Das Orakel sagte mir aber, dass alle Richtungen gut sind. Ich ging die Treppe hinunter, hinüber zum Plattenladen um die Ecke und ward für den Rest der Stunde nicht mehr gesehen.
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Magnetische Wellenmuster über Marolds Turmstudioschreibtisch.

Übersetzung: Der Emil.