Trans-Missions-Philosophie 2: 105.7 MHz

16. Okt., 15:20 + 21:44

Ehrlich: Ich war zu faul mir meine eigene Antenne zu bauen in Victors Workshop. Also habe ich nur ein paar Teile in meinem Sender wieder festgelötet und entschied in kontemplativer Betrachtung eines Zahns (Echt? Keramik? Als Isolator?), der auf einen Sender auf Mazóns Schreibtisch geklebt war, dass die Welt der Elektronik doch nichts für mich sei und dass es viel schöner wäre, die Perfomance der Teilnehmer später im Revolten-Klub zu genießen.

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Ich lernte aber, dass die Länge einer Antenne proportional zur Breite des gewünschten Wellenspektrums sein muss … wodurch alles berechenbar wird. Ich freue mich jedenfalls, meinen neu justierten Transmitter so schnell als möglich zu testen.

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Der größte Teil des Konzerts des Mazón-Kollektivs (so nenne ich es hier) fand im Dunkeln mitten im Publikum statt. Da waren Morsezeichen, ein Chor von Frequenzen aus den selbstgebauten Sendern, die jeweils mit einer winzigen LED funkelten, welche das Lächeln der Interpreten beleuchtete. 105,7 MHz war der Wellenraum, in dem sich die Klänge trafen und mischten – zumindest vermuteten wir das anhand des unten zu sehenden Papierstreifens.

Übersetzung: Der Emil.

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